(Teilnahme an Teil I der Seminarreihe ist keine Voraussetzung)
Seminar - 2 SWS - erste Veranstaltung am 23.04.2004 - dann 14-tägig (“u”, also ungerade Kalenderwochen) - freitags von 13:00 - 16:00 Uhr (“st”, also Beginn um Punkt dreizehnhundert) - SuUB - Studio I (4330)
http://www.fb10.uni-bremen.de/lv/ss04/10-1405.htm
Der Seminarreihe liegt ein in der Semiotik durchaus umstrittener sehr weit gestreckter Textbegriff zugrunde. Texte bestehen nach dieser Auffassung nicht zwingend nur aus Buchstaben und Worten, sondern z.B. auch aus Bildern und Bildsequenzen sowie Musik und Sprache, die in einem Film zu einem Text im weiteren Sinne kombiniert werden.
Diesmal betrachten wir einige ausgewählte ältere und neuere TV-Serien. Der historisch geprägte Begriff “postmodern” wird hier verwendet, um Strukturmerkmale neuerer Fernsehserien zu definieren. Eine klassische Serie hat im wesentlichen nur eine Erzähldimension: sie erzählt episodisch jede Woche eine ähnliche Geschichte, die dann auch abgeschlossen ist. In einer postmodernen Fernsehserie wird mit dem Stilmittel der popkulturellen Referenzen gearbeitet. Popkulturelle Referenzen sind punktuelle Verweise auf Elemente unserer Alltagskultur. Es zeigte sich bereits in den 1980ern, dann aber verstärkt in den 1990ern, dass die Tendenz zu popkulturellen Referenzen in vielen Serien zunimmt und an Wichtigkeit gewinnt. Wir werden panoramaartig eine topografische Skizze dieses Networks erarbeiten und hoffentlich in der Diskussion im Seminar diese Skizze zu einem dynamischen Modell erweitern.